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Eier ausbrüten

Das Ausbrüten von Eiern ist eine lohnenswerte Erfahrung, die nur mit viel Hingabe, Planung, Flexibilität und einer guten Beobachtungsgabe möglich ist. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Ausbrüten von Hühnereiern, Enteneiern und Reptilieneiern.

 

 

Hühnereier ausbrüten

Die Inkubationszeit von Hühnereiern beträgt 21 Tage. Dabei können die Eier entweder von der Bruthenne selbst oder in einem speziellen Brutkasten ausgebrütet werden. Letztere Methode bietet sich an, wenn keine eigenen Hühner vorhanden sind. In diesem Fall können befruchtete Eier auf Hühnerfarmen gekauft werden. Eier die im Lebensmittelhandel angeboten werden, sind nicht befruchtet und können daher auch nicht ausgebrütet werden. Wichtig ist, dass die Eier nur aus einer Quelle bezogen werden, damit später Krankheiten unter den Küken vermieden werden können.

Günstig ist der Kauf von einer lokalen Quelle, da sich verschickte Eier schwieriger Ausbrüten lassen. Es besteht eine zu große Gefahr, dass die Eier während dem Versand grob behandelt werden und anschließend kein einziges Ei ausgebrütet wird.

Ausbrüten im Brutkasten

Bei dem Brutkasten handelt es sich um einen Behälter, der bezüglich Temperatur und Feuchtigkeit kontrolliert werden kann. Oftmals verfügt er über Ventilatoren, welche die Kontrolle einfacher gestalten. Vorbereitung und Überwachung stellen eine große Verantwortung dar. Brutkästen können gekauft oder selbst gebaut werden.

Vor- & Nachteile
  • Gute Option wenn keine Bruthenne vorhanden ist
  • Optimal geeignet für Anfänger
  • Gleichzeitiges Ausbrüten vieler Eier möglich
  • Zuverlässige Stromquelle wird benötigt
  • Anschaffung des Brutkastens ist in einigen Fällen sehr kostspielig
Ausbrüten mit einer Bruthenne

Wenn eine Bruthenne keine eigenen Eier gelegt hat, kann sie fremde Hühnereier ausbrüten. Dabei handelt es sich um eine sehr natürliche Option, die sich großer Beliebtheit erfreut. Zu den sogenannten „Brutrassen“ zählen Bramhas, Cochins, Orpingtons sowie Seidenhühner.

Vor- & Nachteile
  • Natürliche und praktische Option
  • Es wird kein Strom benötigt
  • Keine Kontrolle über Temperatur oder Feuchtigkeit
  • Nach dem Schlüpfen besitzen die Küken eine Mutter
  • Henne kann das Brüten verweigern
  • Genaue Zeitplanung nötig
  • Evtl. Investition eines Brutkastens zum Schutz von Henne und Eiern
  • Es können nur wenige Eier ausgebrütet werden
Enteneier ausbrüten

Das Ausbrüten von Enteneiern gleicht dem Ausbrüten von Hühnereiern. Es handelt sich bei Enten jedoch um Wassergeflügel, daher wird zum Enteneier ausbrüten eine Menge Wasser benötigt. Zudem müssen Enteneier in der Regel zwischen 25 und 30 Tagen ausgebrütet werden. Das Ausbrüten mit dem Enten-Weibchen selbst erfolgen oder mit Hilfe eines Brutapparats.

Ausbrüten im Brutapparat

Für die benötigte Feuchtigkeit im Brutapparat steht ein Wasserbecken zur Verfügung. Dieses sollte stets gefüllt werden, damit die Luftfeuchtigkeit nicht unter 55 % sinkt. Wie bei den Hühnereiern auch, sind ein großes Verantwortungsbewusstsein und regelmäßige Kontrollen notwendig.

Vor- & Nachteile
  • Ausbrüten von Eiern die von der Ente nicht begluckt werden
  • Kontrolle über den Brutprozess
  • Gleichzeitiges Ausbrüten vieler Eier möglich
  • Für Anfänger geeignet
  • Hoher Zeitaufwand da die Eier viermal täglich geprüft und gedreht werden müssen
  • Anschaffung ist in einigen Fällen kostspielig
  • Zuverlässige Stromquelle wird benötigt
Ausbrüten von Reptilieneiern

Für Fans von Reptilien stellt die eigene Nachzucht ein großes Ziel dar. Die fachgerechte Inkubation der Eier spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Hierfür werden viele Erfahrungen benötigt, da es sich um ein kniffliges Thema handelt, bei welchem so einiges schief gehen kann. Für die Inkubation von Reptilieneiern stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Die substratlose Inkubation und die Inkubation mit Substrat.

Substratlose Inkubation

Hier wird zwar ein Substrat verwendet, die Eier befinden sich aber nicht in direktem Kontakt mit diesem. Sie liegen während der Inkubation auf einem Gitterrost und nehmen die benötigte Feuchtigkeit über die Luft auf. Hier werden sehr hohe Luftfeuchtigkeitswerte benötigt (95 %), wofür ein Bodensubstrat das Wasser übersättigt.

Vorteile
  • Für Anfänger geeignet
  • Schonend für die Reptilieneier
Inkubation im Substrat

Mit dieser Methode wird dem natürlichen Ausbrüten der Reptilieneier nachempfunden. Während der Inkubation liegen sie bis zur Hälfte in dem Substrat vergraben. Die Feuchtigkeit wird dabei direkt aufgenommen. Dabei sollte das Substrat aber nie zu feucht sein.

Vor- & Nachteile
  • Ausbrüten wird der Natur nachempfunden
  • Reptilieneier können zu viel Wasser aufnehmen
  • Nicht für Anfänger geeignet
  • Nicht für alle Reptilienarten geeignet
Geflügelhaltung

Die Geflügelhaltung ist mit unterschiedlichen Aspekten und Zielsetzungen möglich. Geflügel kann als Nutztier (Versorgung mit Eiern und Fleisch) oder im Bereich Hobby/ Liebhaberei gehalten werden. Eine professionelle Haltung bezüglich einer Gewerbenutzung ist natürlich ebenfalls möglich. Zu Beginn ist die Haltung von Geflügel noch nicht richtig offensichtlich und zeugt eher von reinem Interesse. Dennoch sollte sich jeder Halter irgendwann bewusst werden, warum er das Geflügel überhaupt hält. Zudem sollten vor der Geflügelhaltung verschiedene Aspekte betrachtet werden. Werden diese erfüllt, ist eine Geflügelhaltung möglich.

Anforderungen Geflügelhaltung

Können die Tiere ausreichend versorgt werden?
Ist das eigene Umfeld für die Haltung geeignet (Nachbarschaft, Auslaufflächen)

Morgens und Abends muss nach den Tieren geschaut werden. Sie benötigen frisches Wasser, artgerechtes Futter und genügend Auslauf. Der Stall muss regelmäßig gesäubert (Entfernung des Kots vom Kotbrett) und die Eier ab und zu kontrolliert werden. Der tägliche Zeitaufwand für die Versorgung der Tiere beträgt circa 10 bis 15 Minuten. Dennoch muss diese Zeit regelmäßig aufgebracht werden.

Auch das Umfeld sollte für die Geflügelhaltung geeignet sein. Eine ländliche Gegend mit einem eingezäunten Garten sind von Vorteil. Der Garten sollte natürlich auch groß genug sein. Empfohlen wird eine Gartenfläche von mindestens 100 m². Der Platzbedarf im Stall hängt von der Größe der Tiere ab. Kleiner Rassen benötigen pro Tier circa 1 bis 2 m² im Stall. Geflügeltiere sind sehr soziale Tiere und sollten daher in Gruppen, mit mindestens 3 Tieren gehalten werden.

Örtliche und rechtliche Rahmenbedingungen sollten vor der Geflügelhaltung ebenfalls abgeklärt werden (z. B. Meldepflicht).

Kurzer Einblick in die Geflügelhaltung

Impfungen gegen die Geflügelpest sind in Deutschland Pflicht. Daher erfordern die Tiere eine tierärztliche Versorgung. Diese ist nicht kostspielig und stellt daher auch kein großes Problem dar.

Wer Geflügel halten möchte, kann die Tiere entweder im Erwachsenenalter kaufen oder die Eier bei einem lokalen Züchter kaufen und selbst ausbrüten. Der Erwerb von Jungtieren ist in der Regel nicht sehr kostspielig. Wichtig ist, dass zum Zeitpunkt des Erwerbs der Stall und die Auslauffläche schon vorbereit sind. Eine artgerechte Fütterung des Geflügels ist ebenfalls von Vorteil.

Reptilienhaltung

Für die Anschaffung von Reptilien müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden. In der Regel ist die Anschaffung jedoch sehr einfach und mit wenig Aufwand verbunden. Dennoch sollten die wichtigsten Punkte beachtet werden, um eine artegerechte Haltung zu gewährleisten.

Voraussetzungen für die Reptilienhaltung

Ausreichend Platz in der Wohnung
Eventuell behördliche Genehmigung
Optimale Kombination von Lampen und Luftbefeuchtern
Mit genügend Kraft der Haltung gewachsen sein (z. B. bei Schlangen)

Benötigtes Zubehör für die Haltung

Vor der Anschaffung sollte natürlich benötigtes Zubehör gekauft werden. Dieses ist für eine artgerechte Haltung unumgänglich und sollte den speziellen Bedingungen entsprechen. Eine ausführliche Beratung zur Haltung ist ebenfalls von Vorteil. Hier kann neben Fachliteratur auch die persönliche Beratung in einer Zoohandlung oder in einem Fachgeschäft von Vorteil sein. Die Anschaffung muss nicht, kann aber in einigen Fällen kostspielig werden.

Übersicht benötigtes Zubehör

Ausreichend großes Terrarium
Pflanzen und Klettervorrichtungen
Lampen und Luftbefeuchter
Geeigneter Boden (z. B. Steine, Sand)
Wasserbecken oder Höhlen
Artgerechtes Futter

Kleiner Einblick in die Haltung von Reptilien

Die Haltung von Reptilien ist in der Regel mit wenig Aufwand verbunden. Sie benötigen meist keinen Auslauf und keine besonderen Zuwendungen. Wichtig ist jedoch, dass die Tiere gesund bleiben. Regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt sind also auch hier unumgänglich. Der gewählte Tierarzt sollte auf die Behandlung von Reptilien spezialisiert sein und zudem in der Nähe, damit im Notfall kurze Anfahrtswege möglich sind.

Eine artgerechte Fütterung der Tiere ist ebenfalls notwendig. Bei einigen Arten ist diese nur mit Lebendfütterung möglich. Hier darf man nicht zimperlich sein, Reptilien sind es auch nicht. Wichtig ist, dass sich der Halter vorab ausreichend über die besonderen Bedürfnisse des Tieres informiert. Reptilien sind nicht weniger robust als andere Tierarten und sollten auch dementsprechend versorgt werden.

Auch der Pflegeaufwand von Reptilien gestaltet sich in der Regel sehr einfach. Das Terrarium sollte regelmäßig gesäubert werden. Die tägliche Kontrolle der Lampen und Luftbefeuchter ist ebenfalls täglich erforderlich. Ist ein Gerät kaputt, sollte es umgehend ausgetauscht werden, da das Reptil sonst gesundheitlichen Schaden nehmen kann. Möchte der Halter in den Urlaub fahren oder muss in ein Krankenhaus, sollte die Versorgung des Tieres fachgerecht vertreten werden. Dieser Punkt stellt in den meisten Fällen ein großes Problem dar und sollte daher noch vor der Anschaffung abgeklärt werden!