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Enteneier ausbrüten

Das Ausbrüten von Eiern ist besonders bei den Hühnereiern bekannt. Doch auch mit Enteneiern ist dies möglich. Es ergeben sich sogar nur wenige Unterschiede. Enten sind jedoch dem Wassergeflügel zuzuordnen. Wie diese Bezeichnung vielleicht schon vermuten lässt, ist für das Ausbrüten deshalb recht viel Wasser nötig. Schließlich sollen die künstlichen Gegebenheiten die natürlichen Vorgänge so gut wie möglich nachahmen. Denn nur so können sich die Embryonen gut entwickeln.

Die Enteneier sind recht anspruchslos

Die Bruteier sollten möglichst frisch sein. Eine durchschnittliche Ente legt 15 Eier und benötigt dafür auch jeweils einen Tag. Mit dem eigentlichen Ausbrüten beginnt sie erst, wenn alle Eier gelegt wurden. Die Raumtemperatur dafür sollte die 15°C nicht überschreiten, wenn die Enteneier ausgebrütet werden. Die Einwirkung von Sonne, ein Kühlschrank oder gar Hitze sind dafür nicht nötig. Damit zeigen sich die Enteneier insgesamt als wesentlich anspruchsloser als Hühnereier. Selbst die Lage der Enteneier ist prinzipiell nicht wichtig. Das Ei kann sowohl mit einer runden, als auch mit seiner spitzen Seite nach unten ausgebrütet werden.
Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Eier keiner Zugluft ausgesetzt werden. Auch zu starke Schwankungen der Temperatur sollen vermieden werden. Die Einstrahlung der Sonne ist ebenfalls eher hinderlich und sollte deshalb unterbunden werden.
Die wichtigsten Parameter für das Ausbrüten der Enteneier:

Die Temperatur

Die Enteneier können mit der Hilfe eines Motorbrüters ausgebrütet werden. Die Temperatur muss dabei auf genau 37,5 °C eingestellt werden. Allerdings kann auch ein Flaschenbrüter zum Einsatz kommen. Die Temperatur kann dann um ein Grad erhöht werden, um optimale Brutbedingungen zu schaffen. Das beste Brutergebnis kann außerdem erreicht werden, wenn die Temperatur nicht schwankt, sondern immer konstant gehalten wird. Bevor die Eier ausgebrütet werden, muss deshalb unbedingt überprüft werden, ob der Brüter tatsächlich auch funktioniert. Schließlich möchte niemand mehrere ungeborene Enten auf dem Gewissen haben.
Wenn die Temperatur zu niedrig ausfällt, werden die Enten nicht rechtzeitig schlüpfen. Die Brutdauer verlängert sich somit. Wenn die Temperatur hingegen zu hoch eingestellt wird, dann können die Embryonen einen Schaden davon tragen. Besonders in den ersten zwei Wochen der Brutzeit sind die Embryonen empfindlich.

Die Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit sollte möglichst hoch sein. In den ersten Tagen der Brutzeit kann sie bis zu 70 Prozent betragen. Sie sollte allerdings nicht unter 60 Prozent fallen.
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Enten schlüpfen wird die Temperatur immer weiter erhöht. In den letzen Tagen sollte sie bei 90 Prozent liegen. Wenn die Feuchtigkeit kurzfristig erhöht werden soll, können die Eier mit Wasser besprüht werden. Auch der Einsatz von Schwämmen ist beliebt. Diese werden in Wasser getränkt und neben den Eiern platziert. Durch die hohe Temperatur begingt das Wasser zu verdunsten und befeuchtet dadurch die Luft. Der Schwamm kann auch direkt in die Wasserschale gelegt werden. Das bringt den Vorteil mit sich, dass er nicht ständig neu befeuchtet werden muss.
Die Wasserschale sollte immer mit heißem Wasser gefüllt werden. Denn dann muss dieses nicht erst neben den Eiern erhitzt werden. Die hohe Luftfeuchtigkeit erleichtert den Küken dann auch das Schlüpfen, da die Schale der Eier dadurch weniger hart ist.
Wenn die Kühen geschlüpft sind, muss immer noch darauf geachtet werden, dass weder die Temperatur, noch die Luftfeuchtigkeit zu stark abfällt. Der Brutapparat sollte deshalb nicht zu häufig geöffnet werden, da ansonsten beide Werte stark abfallen können.

Die anschließende Reinigung

Hygiene ist bei der Zucht besonders wichtig. Schließlich sind die kleinen Küken empfindlich. In der Natur erfolgt die Reinigung der Eier durch die Federn der Mutter. Denn wenn sie atmet, streichen diese immer wieder sanft über die Eier. Dadurch werden Verunreinigungen entfernt, ohne dass das Ei beschädigt wird. Es reicht somit nicht aus, nur den Brutkasten sauber zu halten, auch die Eier müssen gereinigt werden. Das geschieht am besten mit einer 18 % gereinigten Salzsäure. Diese wird vermischt mit lauwarmen Wasser. Damit diese Mischung nicht zu stark ausfällt, wird auf fünf Liter Wasser nur ein Esslöffel der Salzsäure verwendet. Die Eier werden anschließend ganz behutsam in diese Lösung hineingelegt. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, dass die Eier nicht versehentlich beschädigt werden. Dann wird gewartet, bis sich ein Bläschen bilden. Das kann bis zu fünf Minuten dauern. Es ist empfehlenswert dafür eine Stoppuhr bereit zu legen. Anschließend werden die Eier entnommen und sanft mit klarem Wasser gereinigt. Anschließend werden sie in den Brutkasten zurück gelegt. Es kann dadurch verhindert werden, dass die Küken beim Schlüpfen mit Keimen in Berührung kommen. Wird hingegen auf die Reinigung verzichtet, könnten diese sich an den Schalen befinden.

Das Wenden der Enteneier

Genau wie Hühnereier auch, müssen auch die Enteneier gewendet werden. Darauf darf unter keinen Umständen verzichtet werden. Ansonsten können sich die Embryonen nicht richtig entwickeln. In der Natur übernimmt dies die Mutter, indem sie die Eier innerhalb des Nestes nach außen bewegt. Das Wenden verhindert, dass die Eier auf einer Seite höheren Temperaturen ausgesetzt sind, als auf der anderen Seite. Das Wenden muss spätestens am dritten Tag begonnen werden. Ab dann muss zwei Mal pro Tag gewendet werden. Je nachdem um welche Rasse es sich handelt, dauert die Brutzeit 25 bis 28 Tage. Bei den Warzenenten kann sich die Brutzeit sogar bis zu 35 Tagen ziehen.
Tagsüber ist die Temperatur konstant zu halten, wie bereits mehrmals erwähnt wurde. Allerdings sollte ab dem dritten, bis hin zu dem 23. Tag eine kühlende Phase eingeplant werden. Dafür wird der Brutkasten gegen Abend für etwa zehn Minuten geöffnet. Auch in der Natur findet eine solche Phase statt. Die Ente verlässt dann für einige Minuten das Nest, wodurch die Eier abkühlen können. Die Dauer muss mindestens fünf Minuten betragen, damit die Eier abkühlen können. Allerdings sollten 20 Minuten nicht überschritten werden, damit die Embryonen keinen Schaden davon tragen.
Die Eier können zusätzlich mit etwas Wasser besprüht werden. Anschließend werden sie in den Brutapparat zurückgebracht.

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Das Wichtigste auf einen Blick

Das Ausbrüten von Enteneiern ist wesentlich seltener als das von Hühnereiern. Das liegt ganz einfach daran, dass das die Hühnerhaltung auch eine Art Hobby sein kann. Die Tiere liefern nicht nur regelmäßig frische Eier, auch das Fleisch ist beliebt. Bei Enten ist beides hingegen eher ungewöhnlich. Das Ausbrüten mit Hilfe eines Brutapparats ist allerdings kaum aufwendiger. Die Enteneier gelten als relativ robust und sind somit auch für unerfahrene Züchter geeignet. Ganz besonders wichtig ist, dass zunächst überprüft wird, ob der Brutapparat auch richtig funktioniert. Schließlich muss er die Temperatur absolut konstant halten können. Bereits durch kleinste Schwankungen könnten die Embryonen sterben.
Wenn der Brutapparat das erste Mal benutzt wird, dann sollte außerdem darauf geachtet werden, dass er auch richtig angeschlossen wird. Denn auch ein herausrutschender Stecker, kann zu einer kleinen Katastrophe führen. Das Ausbrüten an sich dauert etwas länger, als das bei Hühnereiern der Fall ist. Bei größeren Entenrassen kann es länger als einen Monat dauern, bis die Enten endlich schlüpfen.
Der verantwortungsvolle Züchter sollte dafür sorgen, dass die Eier sauber sind. Dafür können sie mit einer Mischung aus Wasser und Salzsäure vorsichtig gereinigt werden. Auch die Luftfeuchtigkeit muss regelmäßig von ihm überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Dafür kann ein Schwamm, in Kombination mit einer Schale voll warmen Wasser verwendet werden. Diese wird einfach in den Brutapparat gestellt. Wenn die Küken endlich geschlüpft sind, sollte sich natürlich vergewissert werden, dass es den Tieren gut geht. Allerdings sollte nicht ständig der Brutapparat geöffnet werden, damit die Küken keiner zu starken Temperaturschwankung ausgesetzt sind.