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Eier Ausbrüten mit Inkubator

 
Ein Inkubator ermöglicht es, dass Eier ganz ohne eine Henne ausgebrütet werden können. Denn es werden die Brutbedingungen perfekt nachgeahmt. Ermöglicht wird dies über die passende Temperatur, eine angemessene Ventilation und die benötigte Feuchtigkeit. Der Inkubator muss allerdings richtig eingestellt werden und diese Einstellungen während der entsprechenden Zeit beibehalten. Wie das genau funktioniert, soll jetzt gezeigt werden.

Die wichtigen Vorbereitungen

Die Auswahl des richtigen Modells

Damit die Eier problemlos ausgebrütet werden können, müssen einige essentielle Vorbereitungen durchgeführt werden. Das entfällt natürlich, wenn bereits schon häufiger mit einem Inkubator gearbeitet wurde.
Zunächst muss natürlich ein passender Brutkasten gekauft werden. Dieser darf für einen Hobbyzüchter natürlich nicht zu kostspielig ausfallen. Auch die Bedienung darf nicht zu aufwendig ausfallen. Dadurch dass es sehr unterschiedliche Modelle auf dem Markt gibt, tun sich in diesem Bereich sehr große Unterschiede auf. Schließlich ist es jedoch entscheidend, dass die Benutzung problemlos ablaufen kann. Die meisten preiswerten Inkubatoren können manuell eingestellt werden. Das ist zwar einfach, allerdings muss der Benutzer auch in regelmäßigen Abständen manuelle Änderungen vornehmen. Das heißt letztendlich, dass immer wieder selbst überprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden muss, damit die Brutbedienungen perfekt sind.
Teuerere Modelle verfügen über eine Kontrollfunktion. Es muss somit nicht mehr manuell vorgegangen werden. Die anfallende Arbeit wird dadurch natürlich deutlich verringert.
Falls der Brutkasten nicht mit einer Anleitungen geliefert wird, dann sollte sich unbedingt bei dem Hersteller direkt informiert werden, wie genau er zu benutzen werden. Schließlich sollen nicht die Küken das Nachsehen haben, wenn der Benutzer Fehler bei der Bedienung macht.

Die richtige Reinigung

Der Inkubator sollte unbedingt sauber sein. Die Hygiene ist bei der Zucht schließlich besonders wichtig, um die Küken zu schützen. Alle sichtbaren Rückstände sollten gründlich entfernt werden. Auch die Oberflächen sind in regelmäßigen Abständen zu reinigen. Dafür ist nur ein sauberer Schwamm oder Lappen und etwas Bleiche notwendig. Die Bleiche sollte jedoch unbedingt verdünnt werden. Durch die Aggressivität der Bleiche sollte bei der Reinigung immer Handschuhe getragen werden. Anschließend wird der Inkubator an der Luft trocknen gelassen. Erst wenn er vollständig getrocknet ist, sollte er benutzt werden.

Der passende Platz

Der Inkubator sollte an einem Platz aufgestellt werden, an dem kaum Temperaturunterschiede herrschen. Perfekt ist eine durchgehende Raumtemperatur von etwa 22°C. Damit die Temperatur nicht zu sehr schwankt, sollte der Inkubator nicht in der Nähe eines Fensters aufgestellt werden.

Den Inkubator anschließen und in Betrieb nehmen

Der passende Platz muss natürlich über eine Steckdose verfügen. Der Stecker muss fest und sicher sitzen, damit er nicht versehentlich herausrutschen kann.
In den Inkubator wird nun eine Wasserschale mit warmen Wasser gestellt. Die benötigte Wassermenge ist abhängig von dem Modell. Anschließend wird die Temperatur eingestellt. Es sollte unbedingt zunächst geprüft werden, ob das Gerät auch tatsächlich intakt ist und die Temperatur über eine längere Dauer konstant halten kann.
Die perfekte Temperatur lieg zwischen 37°C und 39°C.

Die Eier besorgen

Wenn der Inkubator in Betrieb genommen wurde und auch tatsächlich einwandfrei funktioniert, dann ist es an der Zeit, die Eier zu besorgen. Diese müssen natürlich befruchtet sein. Die Eier müssen spätestens zehn Tage nachdem sie gelegt wurden, in den Inkubator gegeben werden. Gekauft werden können solche Eier bei Landwirken oder in Brutanlagen. Bis zu dem Zeitpunkt, in welchem die Eier in den Inkubator gegeben werden, können sie in einem Karton aufbewahrt werden.

Die Eier in den Inkubator legen

Wenn der Inkubator vorbereitet und die befruchteten Eier gekauft sind, kann mit dem Ausbrüten begonnen werden. Die Eier sollen allerdings niemals mit ungewaschenen Händen berührt werden. Die Eier sollen außerdem markiert werden. Oben und unten wird jeweils ein Zeichen aufgemalt. Damit kann später nachvollzogen werden, auf welcher Seite die Eier grade liegen. Die Eier sollen so platziert werden, dass das breitere Ende des Eis höher liegt, als das schmale. Dadurch liegen die Embryonen vorteilhafter und können sich besser entwickeln. Das Anfertigen eines Kalenders wird empfohlen, damit eine gewisse Übersichtlichkeit gewährt bleibt. Hühnereier benötigen drei Wochen.

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Die richtige Benutzung

Das regelmäßige Drehen

Die Eier müssen mindestens drei Mal pro Tag gedreht werden. Denn dadurch werden die Temperaturschwankungen besser kompensiert. Die Anzahl der Drehungen pro Tag sollte ungrade sein. Nach einem Tag befinden sich dann alle Eier auf der zweiten Seite. So bleibt die Übersichtlichkeit gewahrt und es kann schnell entdeckt werden, wenn die Eier versehentlich vergessen wurden zu drehen. Bei dem Drehen ist darauf zu achten, ob die Eier einen Riss haben. Wenn dies der Fall ist, müssen sie leider entsorgt werden. Auch der Platz innerhalb des Inkubators sollte gewechselt werden. Wenn die drei Wochen sich dem Ende neigen, wird auf das Wenden verzichtet. Konkret ist das die letzen drei Tage einzuhalten.

Die Feuchtigkeitsanpassung

Die Feuchtigkeit sollte in dem Inkubator zwischen 45% und 50 % liegen. Das gilt für die gesamte Brutzeit mit Ausnahme der letzen drei tage. Denn dann muss die Temperatur auf 65 % erhöht werden. Die Feuchtigkeit kann mit einem speziellen Feuchttermometer kontrolliert werden. Auch ein Hygrometer eignet sich dazu, falls ein solches nicht ohnehin bereits in den Inkubator integriert ist. Die Wasserschale sollte außerdem regelmäßig aufgefüllt werden. Dabei sollte es sich immer um warmes Wasser handeln.

Die Entlüftung

Die Entlüftung ist ebenfalls wichtig, für das Ausbrüten der Eier. Die Öffnungen der Entlüftung dürfen auf keinen Fall verschmutzt sein. Außerdem sollten sie mindestens zur Hälfte geöffnet sein.

Die Eier überprüfen

Mit einer Kerze durchleuchten

Wenn die Eier durchleuchtet werden, lässt sich damit der Fortschritt überwachen. Das sollte unbedingt nach etwa einer Woche erfolgen. Eine Kerze ist dafür besonders nützlich. Es kann dann gesehen werden, wie gut sich das Küken bereits entwickelt hat.

Mit einer Glühbirne durchleuchten

Eine Kerze bietet allerdings das Risiko, dass die Temperatur unabsichtlich bei dem Durchleuchten erhöht wird. Das ist natürlich nicht gut für den Embryo. Deshalb kann auch eine Glühbirne verwendet werden. Diese wird dann auch länger halten als eine Kerze. Wenn sich in dem Ei dann keine wolkige Masse erkennen lässt, dann wurde das Ei nicht befruchtet. Das Ausbrüten kann für dieses Ei dann beendet werden.

Das Schlüpfen der Küken

Die richtige Vorbereitung

Da mehrere Wochen auf das Schlüpfen gewartet wurde, kommt der Termin dafür nicht gerade überraschend. Deshalb kann im Vorfeld so einiges an Vorbereitung stattfinden. Die Kücken werden alle innerhalb von 24 Stunden schlüpfen. Bevor es so weit ist, sollte ein Gazetuch unter die Schalen gelegt werden. Dieses fängt die zerbrochenen Schalen auf während die Küken schlüpfen.
Außerdem muss die Feuchtigkeit in dem Brutkasten erhöht werden. Wenn es dann soweit ist, darf der Brutkasten auf keinen Fall geöffnet werden, um die Küken direkt zu begutachten. Sie sind schließlich die Wärme gewohnt. Diese würde durch das Öffnen stark verringert werden. Es muss drei Tage gewartet werden.

Die Versorgung der Küken

Anschließend heißt es die Küken richtig zu versorgen. Dafür werden sie in ein vorbereitetes Gehege gesetzt. Das kann allerdings erst erfolgen, wenn die Küken vollständig getrocknet sind.

Nach dem Schlüpfen

Nach dem Schlüpfen sollte der Inkubator gereinigt werden. Besonders die Schalen müssen natürlich entfernt werden. Auch eine gründliche Reinigung mit dem Tuch oder Schwamm ist wieder vorzunehmen. Nun kann direkt mit der Vorbereitung, wie sie am Anfang dieses Textes beschrieben wurde, begonnen werden.