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Die richtige Hühnerhaltung

 
Es gibt mehr als nur einen Grund, selbst Hühner zu halten. Nicht nur als reine Nutztiere, sondern auch einfach als Hobby ist die Hühnerhaltung beliebt. Das kann entweder mit einer professionellen Nutzung oder einer rein privaten Nutzung verbunden sein.
Dieser Artikel soll sich allerdings auf das Hobby “Hühnerhaltung“ beziehen. Denn wenn dies in Form eines Kleingewerbes betrieben wird, muss auch aus bürokratischer Sicht so einiges beachtet werden. Doch darum soll es hier nicht gehen.

Der Grund für die Hühnerhaltung

Selbst wenn die Hühnerhaltung als Hobby betrieben wird, dann gibt es dennoch unterschiedliche Gründe dafür. Beispielsweise können die Hühner gehalten werden, um täglich frische Eier zu genießen. Auch der Genuss des Fleisches ist allerdings ein Grund für die Haltung. Wer sich mit diesem Thema bereits befasst hat, kann die Hühnerhaltung allerdings auch mit dem Ziel des Rasseerhalts betreiben. Selbstverständlich ist auch eine Mischung aus diesen Interessen möglich. Die Frage, warum eigentlich überhaupt Hühner gehalten werden sollen, muss somit jeder für sich selbst beantworten.
Wie diese Frage auch beantwortet wird, es bietet sich immer die Möglichkeit, den Tieren ein artgerechtes und gesundes Leben zu bieten. Zwei Aspekte, die in der heutigen Massentierhaltung nicht der Fall sind.

Die Vorteile der Hühnerhaltung

Wie soeben bereits angesprochen, ist die Hühnerhaltung auch ein Mittel der aktuellen Massentierhaltung auszuweichen. Denn die meisten im Einzelhandel verkauften Eier, stammen aus Mastbetrieben. Hier werden die Tiere unter unvorstellbaren Bedingungen gehalten. Alleine dies sollte nicht weiter unterstützt werden. Doch auch der Halter kann profitieren. Wenn die Hühner selbst gehalten werden, kann vermieden werden, dass die Tiere mit Medikamenten in Kontakt geraten sind. Denn auch das ist durch die massenhafte Haltung ein großes Problem. Auch gesundes Geflügel wird hier häufig prophylaktisch mit Medikamenten behandelt, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten können. Die Rückstände der Medikamente gelangen über die Eier oder das Fleisch in den menschlichen Körper.

Die essentiellen Fragen

Die Hühnerhaltung bietet somit sehr viele Vorteile für Mensch und Tier. Allerdings gibt es auch Faktoren, die eine Geflügelhaltung ausschließen. Hier sollte sich jeder potenzielle Tierhalter ehrlich fragen, ob er den Tieren ein gutes Leben bieten kann. Denn ebenso wie ein Haustier, haben Nutztiere Bedürfnisse. Auch die Versorgung der Tiere muss gewährleistet sein. Es folgen die wichtigsten Fragen, die unbedingt vor der Anschaffung der Hühner beantwortet werden sollten.

Ist genug Zeit vorhanden, um sich um die Tiere zu kümmern?

Ist der nötige Platz für die Hühner vorhanden?
Eignet sich das Umfeld für die Hühnerhaltung? (Nachbarschaft und potenzielle Gefahren beachten)
Kann jemand die Tiere versorgen, wenn selbst keine Zeit dafür bleibt?

Die anfallende Arbeit

Wenn bisher noch keine eigenen Hühner gehalten wurden, dann sollten zunächst nicht mehr als sechs Tiere angeschafft werden. Diese Schar reicht bereits aus, um eine Familie mit frischen Hühnereiern zu versorgen, ohne dass dafür zu viel Arbeit anfallen wird. Normalerweise reicht es aus, morgens und abends nach den Tieren zu sehen. Dabei bekommen sie natürlich neues Futter und Wasser. Der Kot muss ebenfalls entfernt werden. Außerdem muss natürlich überprüft werden, dass keines der Tiere erkrankt oder verletzt ist. Normalerweise beanspruchen die Tiere allerdings nicht mehr als 15 Minuten pro Tag.

Die eigentliche Haltung der Hühner

Die Haltung von Hühnern ist im Prinzip relativ simpel, denn die Tiere sind für ihre Anspruchslosigkeit bekannt. Allerdings benötigen sie relativ viel Platz. Sie müssen sich frei bewegen und scharren können. Der Platzbedarf und die Hühnerrassen stehen in einem direkten Zusammenhang. So benötigen einige Rassen wesentlich mehr Platz, als andere. Wenn es sich um eine Rasse handelt, bei der die Hühner relativ klein ausfallen, sollten mindestens zwei Quadratmeter pro Tier eingeplant werden. Den Tieren zu liebe sollte allerdings eher großzügig geplant werden. Der Stall sollte für eine kleine Schar von etwa sechs Hühnern mindestens drei bis vier Quadratmeter groß sein.
Hühner sollten immer in einer Schar gehalten werden. Denn Hühner sind soziale Tiere, sie brauchen die Gesellschaft. Die Gruppengröße sollte mindestens drei Hühner umfassen. 
Die Hühner sollen zwar genug Auslauf haben, allerdings ist es sehr wichtig, dass dieses Areal gut eingezäunt wird. Das dient weniger dazu, die Hühner in diesem Bereich zu halten, sondern viel mehr, unliebsame Gäste davon fern zu halten. Denn selbst wenn die Hühner gelegentlich “ausbrechen“, entfernen sie sich meist nicht all zu weit von ihrem Stall. Füchse oder Hunde reißen hingegen schnell die Tiere, wenn sie in den Auslauf hineingelangen können.
Bei normalgroßen Hühnern sollte unbedingt mit bis zu 30 Quadratmetern pro Tier geplant werden.
Dabei wird häufig nicht beachtet, dass die Hühner den Boden innerhalb des Auslaufs ziemlich beanspruchen. Wer diesen nicht dauerhaft beschädigen möchte, braucht deshalb ein Areal zum Ausweichen. Die Hühner werden dann für eine gewisse Zeit umgesiedelt und der erste Bereich kann sich erholen.

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Unbedingt berücksichtigen: Die Nachbarschaft

Nicht jeder Ort eignet sich dazu, Hühner zu halten. Das kann zum einen an dem mangelnden Platz für den Auslauf liegen, zum anderen ist die Nachbarschaft entscheidend. Auch in einem reinen Wohngebiet ist die Haltung der Hühner grundsätzlich erlaubt. Um Streitigkeiten mit den Nachbarn zu vermeiden, sollte allerdings vorab nachgefragt werden, ob die Haltung ein Problem darstellt. Die Hühner machen zwar keinen ohrenbetäubenden Lärm, allerdings kann das Gegacker und besonders der Hahn als störend empfunden werden.
Wenn das Umfeld eher lärmempfindlich ist, kann auch über einen schalldichten Hühnerstall nachgedacht werden. Auch der Verzicht auf den Hahn, stellt eine Möglichkeit dar, sich den Traum der Hühnerhaltung auch in einem reinen Wohngebiet zu erfüllen.
Der Bau des Hühnerstalls kann allerdings eine Baugenehmigung erfordern. In Städten ist das normal, auf dem Land wird hierauf weniger geachtet.
Die Hühnerhaltung wird in einem Wohngebiet meiste auch nur geduldet, wenn damit kein gewerblicher Zweck verfolgt wird. Es muss somit belegt werden, dass es sich dabei nur um ein Hobby handelt. Das Fleisch oder die Eier dürfen somit nicht in großem Stil verkauft werden. Auch eine professionelle Zucht ist ausgeschlossen. Ebenso kann die Anzahl der Tiere beschränkt sein.

Nicht vergessen: Das Impfen und die Meldepflicht

In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass die Hühner geimpft werden müssen. Diese Impfung schützt die Tiere vor der Geflügelpest. Das Impfen ist allerdings eine sehr einfache Angelegenheit. Der Impfstoff muss nur in das Trinkwasser gegeben werden. Die Tiere nehmen das Medikament somit auf eine ganz natürliche Art und Weise auf. Gekauft wird das Medikament bei dem Tierarzt. Auch wenn die Tiere nur als Hobby gehalten werden, müssen diese angemeldet werden. Diese Anmeldung ist kostenlos.

Der Kauf der Hühner

Die Hühner sollten bei einem lokalen Züchter oder bei einem Geflügel- und Kleintierzuchtverein gekauft werden. Wer bisher noch keine Erfahrung mit der Geflügelhaltung mitbringt, der sollte sich unbedingt von einem Züchter beraten lassen. Das Tier kostet normalerweise um die 20 Euro. Wenn die Hühner nicht für die Zucht gekauft werden, dann kann auch auf die Tiere zurückgegriffen werden, die für die Zucht nicht geeignet sind. Dabei handelt es sich keinesfalls um “schlechtere“ oder gar kranke Tiere. Sie erfüllen meist schlichtweg nicht die optischen Anforderungen, die in der Zucht gewünscht sind. Sie freuen sich jedoch ebenso über ein artgerechtes Leben und sind bereits ab 10 Euro pro Tier erhältlich.
Wenn die Tiere zuhause ankommen, dann sollte der Stall und das Gehege natürlich schon fertig sein.


Das Wichtigste auf einen Blick

Die Hühnerhaltung ist im Wesentlichen recht unkompliziert. Hühner gelten als robust und sind unanfällig für Krankheiten und Verletzungen. So ist es auch mit wenig Erfahrung möglich, den Tieren ein gutes Umfeld zu bieten. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die passende Rasse gekauft wird und dass die Schar genug Auslauf hat. Die Hühner müssen außerdem vor ungebetenen Besuchern geschützt werden. Die Haltung ist kostengünstig und bereits 15 Minuten pro Tag reichen für die Versorgung aus.