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Hühnerstall bauen leichtgemacht

Einleitung

Einen Hühnerstall zu bauen ist eine interessante Aufgabe für Jung und Alt. Und mit dem Ziel täglich frische Eier zu bekommen, lässt sich diese Aufgabe noch leichter bewältigen. Bei einem Hühnerstallbau sind dem Design eigentlich keine Grenzen gesetzt. Man kann Hühnerställe in leerstehende Hütten oder Schuppen oder auch komplett neu bauen. Die möglichen Baustoffe lassen sich leicht aus jedem Baumarkt besorgen. Doch was muss man bei einem solchen Bau beachten? Die folgenden Hintergrundinformationen sollen eine Hilfestellung geben und sowohl Mensch und Tier zufrieden machen.

Das Klima ist prima

Zunächst wollen wir uns ansehen, was ein zufriedenes Huhn benötigt: Es sollte einen trockenen Stall haben, welcher genügende Platz für alle Hühner bietet. Als Faustformel kann mit mindestens 0,3m² pro Huhn an Fläche gerechnet werden. Gerne werden die Hühner jedoch mehr Fläche annehmen.
Der Stall sollte weder im Winter zu kalt, noch im Sommer zu warm sein. Deshalb ist es ganz wichtig, dass der Stall vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt wird. Zudem sollte man auch daran denken, dass es im Winter an manchen Tagen besonders kalt werden kann und gegebenenfalls wenigstens tageweise provisorisch heizen muss.

Neben einer ausreichenden Temperaturführung ist beim Hühnerstallbau darauf zu achten, dass die Tiere nicht im Luftzug stehen. Man kann dies leicht am Menschen nachvollziehen. Keiner möchte über längere Zeit von einem Ventilator angeblasen werden, noch neben einem schlafen. Deshalb sollte der Hühnerstall so dicht sein, dass selbst bei einem starken Sturm in Innern kaum Luftzug entstehen kann.
Neben der Dichtheit des Stalles muss auch darauf geachtet werden, dass dieser ausreichend belüftet werden kann. Die Hühner tragen dadurch, dass sie sich ja die meiste Zeit im Freigehen aufhalten, Feuchtigkeit und Matsch in den Stall. Auch durch Ausscheidungen entsteht mit der Zeit Geruch. Deswegen ist es nötig, dass sich der Stall gut lüften lässt. Hier bietet sich der Einbau eines Fensters an, welches man öffnen kann. Fenster sind sowieso ein Muss: Welches Huhn möchte tagsüber schon im Stockfinstern sitzen. Ein weiteres Muss ist natürlich eine Tür zum Freigehege. Hat man die Möglichkeit, dass man eine alte Tür zur Verfügung hat, welche man auch weiterbearbeiten kann, bietet sich eine Kombination aus einer Tür für Mensch und Huhn an. Hier wird in die große Tür eine zusätzliche kleine Tür eingebracht, die sich durch Schieben oder eine Klappe für die Hühner öffnen oder schließen lässt. So kann die kleine Öffnung für die Hühner den ganzen Tag offenbleiben, beim Saubermachen des Stalls oder während des Fütterns ist jedoch auch ein schneller Zugang zum Außengehege möglich. Eine innovative Lösung!

Mein Feind kann mir nichts anhaben

Hühner sind gesellige Tiere. Und obwohl sie sich sehr gut auch mit anderen Tieren wie Katzen auskommen, stehen sie leider auf der Speisekarte von einigen Raubtieren. Hierzu gehören vor allen Fuchs, Marder sowie Hühnerhabicht.

Um die Hühner möglichst gut gegen diese schützen, sollte der Stall gegen Feinde abschließbar sein. Das bedeutet nicht, dass jeden Abend ein schweres Vorhängeschloss angebracht werden muss. Der Stall sollte sich jedoch durch einen einfachen Riegel so versperren lassen, dass Tiere nicht die Möglichkeit haben, in den Stall einzudringen.

Beim Schutz der Hühner sollte man nicht nur an den Stall selber denken, sondern beispielsweise auch an das Außengehege. Auf dieses sollte geschützt sein und gestaltet sich, abhängig von der Größe unterschiedlich schwierig. Hier gilt die Grundregel: umso größer das Freigehege, desto schwieriger lässt sich der Schutz gestalten.

Ein Zaun um das Gehege zu bauen, lässt sich, abgesehen vom Arbeitsaufwand, noch ziemlich leicht bewerkstelligen. Möchte man jedoch die Hühner gegen Raubvögel schützen, muss das Gehege überdacht werden. Um den Hühnern nicht die Sonne zu nehmen, die diese übrigens lieben, bietet sich ein feinmaschiges Netz an, welches die Vögel daran hindert, dass diese die Hühner angreifen können.
Die Sicherung der Hühner stellt also schon eine nicht zu vernachlässigbare Herausforderung dar. Dennoch ist diese nicht unlösbar. Und schließlich möchte man ja Hühner haben, die glücklich sind und nicht jeden Tag um ihr Leben fürchten müssen.

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Hygiene ist wichtig

Ungeziefer sollen in Hühnerställen am besten keine Chancen haben. Um diesem vorzubeugen, kann man schon Vorsorge beim Bau des Stalles tragen.

Wenn der Stall trocken ist, kann er schneller und besser gereinigt werden. Somit sollte man auf eine gute Überdachung achten. Durch Löcher im Dach oder Risse und Spalten in den Wänden kann Wasser eindringen, welches sich mit Stroh und Ausscheidungen vermischt. Das Ganze gibt nach einigen Tagen kein schönes Bild mehr ab und lässt sich bei einer Reinigung besonders nach der Trocknung schwer wieder lösen. Also ist vor dem Bau daran zu denken, dass man sich genügend Dichtmaterial besorgt. Wer jetzt hier allerdings an Dachpappe denkt, sei gewarnt: Hier nistet sich gerne die rote Vogelmilbe ein, ein Wesen, vor welchem jedes Huhn zu recht Angst hat.

Um den Boden möglichst einfach reinigen zu können, sollte er eben sein. Die Ecken des Hühnerstalls können eckig sein, einfach ist es jedoch, diese rund zu gestalten. Damit lassen sich Rückstände schneller entfernen. Wie man die Ecken letztendlich gestaltet, ist dem Geschmack des Bauherrn überlassen.
Damit die Reinigung möglichst schnell erfolgen kann, ist es wichtig, sich möglichst schnell Zugang in alle Ecken und Winkel des Stalls zu ermöglichen. Man sollte also beim Bau möglichst darauf achten, dass keine schwer zugänglichen Hinterschneidungen eingebaut werden. Zudem kann man in Betracht ziehen, dass sich sämtliche Utensilien vollständig aus dem Stall entfernen lassen. Das ist wohl die als leichtest vorstellbare Lösung für die Reinigung erkennbar, jedoch mit einem Mehraufwand beim Stallbau verbunden.

Sandbad gefällig? – Gerne doch!

Wer Hühner schon mal in freier Wildbahn beobachtet hat, wird schnell feststellen, dass sich diese gerne im Sand wälzen. Das machen Sie um eventuellen Ungeziefer, welches sich in Ihrem Gefieder befinden können, den Kampf anzusagen.

Gehaltene Hühner haben es ebenso gerne, sich im Sand zu wälzen – vorausgesetzt man gibt Ihnen Gelegenheit dazu. Hier kann ein sogenanntes Sandbad helfen. Dieses ist schnell angelegt. Mit ein paar Spatenstichen lassen sich schnell in paar Schaufeln Erde ausheben. Diese werden gegen Sand ersetzt und schon ist es fertig, das Sandbad.

Bleibt noch die Frage nach dem Standort dieses Erholungsgebietes für Hühner. Nachdem diese die Sonne lieben, ist der beste Platz dort, wo bereits am Morgen die Sonne scheint. Am besten sollte der Ort so gewählt sein, dass er den ganzen Tag in der Sonne steht. Zudem sollte er gut überdacht sein, da sich kein Huhn gerne in dem regennassen Sand wälzen wird.

Wenn man diese paar Dinge beachten, kann man bald sehen, dass sich die Hühner, vorausgesetzt sie haben keine anderen Schwierigkeiten, bald pudelwohl fühlen.

Hunger und Durst – kein Problem

Hühner sind Allesfresser. Sie ernähren sich nicht nur von Salatblättern, Körnern und Löwenzahn. Neben dem vegetarischen Angebot bedienen Sie sich auch an Kleintieren. Hierbei stehen neben Würmern auch etwas größere Tiere wie Mäuse und Frösche auf der Speisekarte.

Nun, es wäre etwas übertrieben, den Hühner jeden Tag das ganze Sortiment anbieten zu wollen. Dennoch macht es Sinn beim Bau eines Hühnerstalls an die Grundversorgung der Tiere zu denken. Hierzu sollte man für täglich frisches Wasser sorgen. Abhängig von der Größe des Hühnerstalls kommen hier als Tränke von einfachen Trögen, welche täglich beispielsweise mit einer Gießkanne neu befüllt werden, bis hin zu automatischen Selbsttränken in Betracht.

Auch für das Futter sollte gesorgt sein. Hier bieten einschlägige Fachmärkte Futtertröge unterschiedlicher Art und Größe an. Am besten Sie lassen sich hier vom Fachmann beraten. Dieser gibt auch Ratschläge über die richtige Futtermenge und Futterbestandteile.

Sowohl Futtertrog und Tränke sollten einen ständig zugänglichen Platz für die Hühner haben. Er sollte auch von Regen und Wind geschützt sein.

Eine Stange zum Schlafen

Die sitzen da wie die Hühner auf der Stange – diesen Ausdruck hört man öfters und er macht Sinn. Hühner brauchen abends einen Schlafplatz. Und den bevorzugen sie auf einer erhöht angebrachten Stange. Diese sollte einen Durchmesser von einigen Zentimetern haben, auch abgerundetes Kantholz bietet sich an.

Wichtig ist hier ein Kotbrett, welches unter der Stange angebracht wird und lose auf einer Halterung liegt. Ein solches Brett erleichtert deutlich die Reinigung, da die Hühner sich grundsätzlich in der Nacht erleichtern. So kann das Brett einfach und unkompliziert am nächsten Morgen abgenommen und abgekratzt werden. Dadurch bleibt der gesamte Stall relativ lange sauber.

Ein Nest zum Eierlegen

Hühner sind gesellige Tiere. Beim Eierlegen suchen Hühner jedoch einen Rückzugsort, an dem sie ihre Ruhe haben.

Ein unbedingte muss für einen Hühnerstall ist ein sogenanntes Nest, welches gerne von den Hühnern angenommen werden. Dieses sollte leicht zugänglich sein, am besten über eine Hühnerleiter.
Das Nest selber kann einfach ein offener Kasten sein, der innen etwas abgedunkelt ist. Dies wird beispielsweise dadurch realisiert, indem man schwingbare Bretter anbringt. Diese Bretter sollten so leicht sein, dass das Huhn, welches sein Ei im Kasten ablegen möchte, dieses problemlos beiseiteschieben kann. Keine Sorge – Hühner sind neugierige Tiere und werden kein Problem haben das Brett zu bewältigen.

Möchte ein Huhn ein Ei legen, so sucht es diesen Platz auf, und sitzt noch eine Weile auf dem Ei. Diese Zeit sollte man den Hühnern geben, dass das Eierlegen nicht allzu hektisch abläuft und die Tiere zur Ruhe kommen können.

Los geht’s

Wenn die oben genannten Punkte beachtet werden, steht den Hühner ein zufriedenes Leben bevor.
Nun steht dem Bau nichts mehr entgegen.