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Die richtige Haltung von Reptilien

Exotische Tiere zu Haus erfordert die Schaffung von natürlichen Lebensbedingungen, damit eine artgerechte Haltung gegeben ist. Ein ganz entscheidendes Merkmal ist dabei die Art und Gestaltung vom Terrarium. Reptilien üben eine große Faszination auf den Menschen aus, daher leben immer mehr solcher exotischer Tier in heimischen Wohnzimmern. Mittlerweile gibt es in jedem 10. Haushalt ein solches Exemplar zu bestaunen. Besonders Echsen, Schlangen und Spinnen sind sehr beliebt und stehen in der Skala sehr weit oben. Allerdings ist es im Vorfeld sehr wichtig sich über die genauen Verhaltensgewohnheiten zu informieren, damit eine sichere und artgerecht Haltung möglich ist.

Das passende Terrarium

Wichtig ist vor allem die Größe vom Terrarium, denn dieses muss sich an der Größe vom Tier richten. So gibt es für Reptilien bestimmte Mindestanforderungen die auf jeden Fall eingehalten werden müssen. Damit sich zum Beispiel ein Gecko in einer solchen Behausung wohlfühlen kann, muss ein entsprechendes Klima im Terrarium herrschen. Dazu sollten verschiedene Klimazonen geschaffen werden. Außerdem sind ein Hygro- und Thermometer hilfreich, um optimale Temperaturbereiche kontrollieren zu können.
Viele kleine Reptilien mögen es tagsüber angenehm warm, mit Temperaturen von 25 bis 30 Grad. In der Nacht reichen dann 20 bis 22 Grad. Zudem sollte es kleine Zonen mit sehr warmen Bereichen bis über 40 Grad geben, diese lassen sich dabei problemlos mit Spotstrahlern erreichen. Auch die Luftfeuchtigkeit spielt bei der Haltung von Reptilien eine wichtige Rolle. Tagsüber sollten Werte von 30 bis 40 Prozent und in der Nacht 50 bis 70 Prozent erzielt werden. Um eine hohe Luftfeuchtigkeit in einem Terrarium erzielen zu können, sollten kleine Höhlen, welche aus gebranntem Ton sind, in regelmäßigen Abständen mit etwa Wasser übergossen werden. Der Ton nimmt die Feuchtigkeit sehr gut auf und kann diese im Laufe der Zeit wieder abgeben. Um dies nicht selber tun zu müssen, ist die Installation einer Beregnungsanlage sehr sinnvoll.

Beleuchtung schaffen

Ein Terrarium muss unbedingt eine passende Beleuchtung besitzen, denn schließlich sollen sich die Tierbewohner auch richtig wohl fühlen, ansonsten kann dies zu einer negativen Beeinträchtigung führen. Die Beleuchtung übernimmt dabei etliche Aufgaben in einem Terrarium, wie zum Beispiel die Steuerung vom Stoffwechsel der Tiere. Auch eine Tag- und Nachtregelung und die Jahreszeitensimulation.
Um in einem Terrarium für mehr Lauffläche zu sorgen, können mehrere Ebenen geschaffen werden. Allerdings darf die Höhe nicht zu stark ausfallen, immer entsprechend der jeweiligen Tierart. Da Reptilien sehr gute Kletterer sind, ist dies eine willkommene Abwechslung. So kann zum Beispiel die erste Ebene als eine Art Toilette dienen. Bei mehreren Ebenen kann ein kleines Geländer davor schützen, dass die Tiere nicht abstürzen können und sich verletzen. Zudem sollten keine Zwischenräume offen liegen, denn die Reptilien haben sehr kleine Füße, welche sich schnell darin verhaken können. Für den Bau von verschiedenen Etagen einen sich beschichtete Regalbretter sehr gut, am besten wenn diese noch mit einem Lack oder Harz versiegelt sind. Allerdings muss beachtet werden, dass mehrere Etagen keine fehlende Grundfläche ersetzen können.

Regelmäßige Reinigung

Beim Terrarium kommt es neben der richtigen Einrichtung auch auf eine regelmäßige Pflege und Reinigung an. Dazu müssen vor allem Kot- und Urinreste entfernt werden, denn sonst können sich nach kurzer Zeit Krankheiten und Parasiten ansammeln. Am besten ist es, wenn der Boden wasserabweisend ausfällt. Als Alternative kann auch eine Auslegung von PVC helfen. Dabei müssen aber vor allem die Zwischenräume geschickt verlegt oder anschließend mit etwas Silikon abgedichtet werden. Ein passendes Muster, wie zum Beispiel aus Steinoptik kann dazu beitragen, dass Terrarium optisch aufzuwerten. Um für Ordnung zu sorgen, sollte tägliche eine Reinigung erfolgen, dazu alle paar Wochen eine komplette Grundreinigung.

Reptilienhaltung für Anfänger

Wer noch keine Erfahrung im Umgang mit Reptilien hat und ein Neueinsteiger ist, sollte sich für den Anfang auf ein Trockenterrarium konzentrieren. Zu den pflegeleichten Tieren zählen dabei Geckos, Leguane und Echsen. Bei den Leguanarten sind Erdleguane und Maskenleguane für Einsteiger sehr gut geeignet. Sie sind von der Erscheinung recht klein und benötigen kein großes Terrarium. Durch ihre tolle Farbenpracht, sind sie ein echtes Highlight für die Augen. Im Bereich der Geckos sind der Leopardgecko, sowie der Zwergwüsten- und Madagaskartaggecko für Einsteiger eine optimale Wahl. Wer schon über etwas Erfahrung im Bereich Tierhaltung verfügt, kann zu etwas größeren Reptilien greifen, wie zum Beispiel ein Chamäleon oder sogar ein Waran. Allerdings ist hier der Pflegeaufwand deutlich höher einzustufen.

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Anspruchsvolle Arten

Je exotischer das Reptil ausfällt, umso mehr Erfahrung im Umgang und der richtige Behandlung ist notwendig. Wer zum Beispiel eine Vogelspinne oder Pfeilgiftfrösche halten möchten, sollte schon viel Erfahrung bei der Haltung von Reptilien besitzen, denn hier sind die Ansprüche sehr hoch. Bei der Anschaffung von Schlangen muss bedacht werden, dass diese Tiere Fleischfresser sind und daher auf lebende Nahrung angewiesen sind. Auf dem Speiseplan stehen daher kleine Kaninchen, Küken oder Ratten. Eine solche Fütterung ist für viele Menschen nicht ohne weiteres durchzuführen, zudem ist eine Beschaffung von Futter nicht immer ganz einfach. Auch ist ein solches Vorhaben mit einem hohen Kostenfaktor verbunden. Diese Punkte müssen daher im Vorfeld unbedingt beachtet werden.

Kauf von Reptilien

Ein Kauf von Reptilien muss im Vorfeld gut überlegt sein, denn einige Arten können locker bis 20 Jahre alt werden. Zu empfehlen ist es ein solches Tier bei einem Züchter oder Händler in Deutschland zu kaufen. Bei einem Export aus dem Ausland, kann der Zoll schnell Probleme machen und das Vorhaben scheitert, denn es gibt strenge Vorschriften beim Artenschutz. Bei einigen Reptilienarten reicht oftmals ein Terrarium nicht aus, wie zum Beispiel bei Schildkröten, denn hier ist zusätzlich noch ein Freilandgehege notwendig. Außerdem wird ein recht großer Platzbedarf benötigt, damit genügend Auslauf zur Verfügung steht. Neueinsteiger sollten auf Giftschlangen oder große Riesenschlangen lieber verzichten, denn häufig sind sie mit der Haltung überfordert, zudem erreichen einige Exemplare Längen bis zu 6 Meter. Bei der Anschaffung von Spinnen muss einkalkuliert werden, dass diese tagsüber unbedingt Ruhe brauchen, da es sich um nachtaktive Tiere handelt. Die Anschaffung von Reptilien ist eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit, die im Vorfeld eine gute Planung benötigt. Neben ausreichend Platz im Terrarium müssen vor allem die Klima- und Lichtverhältnisse entsprechend angepasst werden. Zudem muss eine regelmäßige Fütterung und Reinigung erfolgen, damit eine artgerechte Haltung entsteht.